
Das Dorf der Brücken und der Ölmühlen, wenige Minuten von unseren Wohnungen entfernt
Dolcedo liegt unten im Tal, dort wo der Bach Prino auf den Rio dei Boschi trifft. Wir sind oberhalb, in Lecchiore: Mit dem Auto sind es wenige Minuten hinunter.
Es ist ein Ort, den man in einer Stunde zu Fuß erkundet — und diese Stunde lohnt sich.

Das Wahrzeichen von Dolcedo ist die Brücke der Malteserritter, ein einziger Steinbogen, der den Prino überspannt.
Die Malteserritter, die einen Sitz in Porto Maurizio hatten, finanzierten ihren Bau, um ihre Wege nach Westen und ins Piemont zu erleichtern. Dolcedo war ein Durchgangsort zu den inneren Tälern und nach Frankreich.
Von der Brücke sieht man die Häuser am Bach, Palazzi aus dem 15. Jahrhundert, mit den altane — den Loggien im obersten Stock, in denen früher Lebensmittel getrocknet wurden.

Das Zentrum ist die Piazza Doria. Unter der Gemeindeloggia, die heute Teil des Rathauses ist, sind noch die alten Maße für Öl und Wein zu sehen sowie die eingemauerten Stäbe, mit denen man die Länge von Stoffen prüfte: die offiziellen Instrumente des Handels, als Dolcedo das Handelszentrum des Tals war.
In den umliegenden Gassen erkennt man noch die seitlichen Öffnungen der alten Läden, angelegt als Verkaufstresen zur Straße hin.
Etwas weiter steht die Kirche San Tommaso, mittelalterlichen Ursprungs, die ihr barockes Aussehen dem Architekten Marvaldi verdankt — demselben, der die Kirche dei Corallini in Cervo entwarf.

Dolcedo verdankt seinen Wohlstand dem Öl. Das reichlich vorhandene Wasser lieferte die Antriebskraft, und der Ort war jahrhundertelang ein sehr aktives Zentrum der Olivenpressung.
Wenn man am Fluss entlanggeht, sieht man noch die Bögen, die Treppen, Tröge und Wasserleitungen für die Mühlen tragen. Weiter oben, Richtung Ripalta, überquert eine zweite Steinbrücke den Rio dei Boschi, und man erkennt noch Räder und Kanäle der alten Wassermühlen.
Es ist dieselbe Geschichte, die bei uns weitergeht, ein paar Kilometer höher: Unsere Ölmühle ist modern, aber die Oliven sind dieselben.

Um Dolcedo herum öffnet sich ein Tal aus Oliventerrassen, alten Mühlen und einem Netz von Saumpfaden, die jahrhundertelang die Weiler mit dem Hinterland verbanden. Viele Wege sind wiederhergestellt und ausgeschildert und heute Routen zum Wandern oder für das Mountainbike.
In Dolcedo gibt es auch das Sferisterio, den Platz für Pallapugno, eine alte Sportart des ligurischen Westens. Wenn gerade ein Spiel stattfindet, lohnt sich ein Halt: So etwas sieht man sonst nirgends.
Auf dem Weg zu uns hinauf durchquert man die Ortsteile: Costa Carnara, Castellazzo — wo die älteste Kirche des Tals steht, der Heiligen Maria geweiht, mit romanischer Apsis unter der barocken Umgestaltung — und dann Lecchiore.
Von Casa Asplanato sind es wenige Minuten mit dem Auto. Wer über die Autobahn A10 kommt, fährt bei Imperia Ovest ab und folgt dem Prino-Tal hinauf.
Im historischen Zentrum gibt es nur wenige Parkplätze: Besser stellt man das Auto außerhalb ab und geht zu Fuß weiter. Anders lässt sich der Ort ohnehin nicht erkunden.
Wir sagen Ihnen gern, wo Sie parken und wo Sie beginnen sollten.